Monstera Pflegetipps
Eine wunderschöne und auffällige Pflanze mit Blättern voller Löcher. Die Monstera wird deshalb auch nicht umsonst Fensterblatt genannt. Who’s hungry?! Es sieht nämlich so aus, als hätte jemand große Bissen aus den Blättern der Monstera genommen. Das verleiht der Monstera ein einzigartiges und besonderes Aussehen.
Diese coole Erscheinung stammt ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Südamerikas. Dort klettert die Monstera vor allem an den Stämmen hoher Bäume empor, wobei ihre Blätter bis zu einem Meter groß werden können(!). Zum Glück hält sich die Monstera bei dir zu Hause meist zurück und behält eine normale Größe. Die Löcher in den Blättern der Monstera sind übrigens nicht nur schön anzusehen, sondern haben auch eine praktische Überlebensfunktion. Die großen Löcher im Blatt sorgen dafür, dass es bei starkem Wind oder Regen weniger schnell beschädigt wird oder abbricht. Im südamerikanischen Regenwald hört man die Pflanze deshalb auch oft lautstark bei Destiny’s Childs ‘I’m a Survivor’ mitsingen. Was für eine Angeberin, diese Monstera.
Monstera-Pflege
Die Monstera ist keine schwierige Zimmerpflanze in der Pflege. Ideal also, wenn du keinen ausgesprochen grünen Daumen hast, aber trotzdem gerne eine besondere Zimmerpflanze zu Hause haben möchtest. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Monstera keine Freundin von grellem, direktem Sonnenlicht ist.
Wie bereits erwähnt, stammt die Monstera ursprünglich aus dem regenreichen tropischen Regenwald und wächst dort im Schatten größerer Pflanzen und Bäume auf. Aus diesem Grund ist die Monstera von Natur aus auch nicht daran gewöhnt, im vollen Licht zu stehen, sondern schätzt ein halbschattiges Plätzchen deutlich mehr. Achte also darauf, wenn du deiner Monstera einen auffälligen Platz gibst. Bei praller Sonne wird es der grünen Zimmerpflanze schnell nicht gut gehen, und das Einzige, was mit der Zeit auffällt, ist eine kahle und absterbende Monstera in deinem Wohnzimmer.
Monstera gießen
Die Monstera braucht nicht besonders viel Wasser. Wöchentlich ein guter Schluck Wasser reicht meist schon aus. Die Erde der Monstera darf leicht feucht bleiben, aber wie merkst du das eigentlich genau?
Eigentlich ganz einfach: Das machst du, indem du mit zwei Fingern bis zu den Knöcheln in der Erde wühlst.
Ist die Erde nach ein paar Tagen knochentrocken? Dann bedeutet das, dass die Pflanze das Wasser schnell verarbeitet, und du kannst die Monstera gießen. Ist die Erde nach ein paar Tagen noch feucht? Dann wartest du besser noch etwas, bevor du deine Monstera wieder gießt. So sorgst du dafür, dass nie ein Wasserüberschuss entsteht, der an den Wurzeln hängen bleiben kann. Und damit beugst du auch indirekt möglicher Wurzelfäule vor. Better safe than sorry!
Licht- und Wärmebedarf der Monstera
Die Monstera ist nicht besonders anspruchsvoll. Stelle sie an einen Platz mit normalem Tageslicht oder Halbschatten, und die Pflanze ist schnell zufrieden. Es ist keine gute Idee, deine Monstera in die pralle Sonne zu stellen. Dadurch können sich die Blätter verfärben und sogar verbrennen. Von einem Standort direkt am Südfenster raten wir daher dringend ab.
Monstera-Dünger
Mit dem Füttern deiner Monstera meinen wir natürlich nicht, dass du ein Currywurst-Brötchen extra in die Erde schieben sollst, aber ein bisschen zusätzliche Nährstoffe von Zeit zu Zeit findet die Monstera mehr als willkommen. Achte dabei darauf, dass du passenden Monstera-Dünger verwendest und diesen zur richtigen Zeit gibst. Viele Pflanzen befinden sich nämlich im Winter in einer Winterruhe und benötigen dann keine zusätzlichen Nährstoffe. Wenn du deine Monstera gerade umgetopft hast, ist Dünger noch nicht nötig. Das liegt daran, dass frische Monstera-Blumenerde bereits genug neue Nährstoffe enthält, von denen die Pflanze noch ein paar Monate zehren kann.
Monstera umtopfen
Eine Monstera topft man meist alle zwei Jahre um. Das ist jedoch bei jeder Pflanze individuell unterschiedlich und hängt davon ab, wie schnell sie aus ihrem Topf herauswächst. Solltest du deine Monstera umtopfen, empfehlen wir, dies immer mit Hilfe einer wasserdichten Innenhülle, Vulkanstrat und einem Feuchtigkeitsmesser zu tun. Die wasserdichte Innenhülle verhindert, dass der Übertopf undicht wird, das Vulkanstrat nimmt überschüssiges Wasser auf, und mit dem Feuchtigkeitsmesser prüfst du, wie viel Feuchtigkeit sich unten in der Erde befindet. Das ist nach dem Umtopfen deiner Monstera nämlich nicht mehr mit den Fingern in der Erde zu fühlen.
Monstera Stecklinge ziehen
Bist du ein fortgeschrittener Pflanzenpfleger und möchtest gerne Stecklinge von deiner Monstera ziehen? Das geht! Monsteras bilden oft Luftwurzeln, und dank dieser Wuchsform kannst du leicht erkennen, wo du den Steckling abschneiden kannst. Verwende dafür eine scharfe Schere oder ein scharfes Messer. Stelle den geschnittenen Steckling in ein Glas Wasser und verwende bei Bedarf unser Pokon Stekpoeder für schnelleres Wurzelwachstum. Sobald der Steckling eigene Wurzeln gebildet hat, ist es Zeit, ihn in Erde einzutopfen, und voilà! Dein eigenes Monstera-Baby.
Monstera schneiden
Das Schneiden einer Monstera ist keine wöchentliche Aufgabe, das machst du nur, wenn ein Blatt ausgewachsen ist oder abstirbt. Schneide das Blatt in diesem Fall so nah wie möglich am Stiel ab, wieder mit einer scharfen Schere oder einem scharfen Messer. Die Monstera wird sich schnell davon erholen.
Krankheiten und Probleme bei der Monstera
Niemand ist perfekt, oder? Pflanzen bleiben lebendige Produkte, und die können leider auch mal von einer Krankheit oder einem Schädling geplagt werden. Das liegt daran, dass sich in der Blumenerde viele lebende Mikroorganismen befinden. Diese können sich bei viel Wasser und einer warmen Umgebung zu Insekten entwickeln. Zum Glück lassen sich diese Plagegeister gut und einfach bekämpfen.
Wollläuse bekämpfen
Wollläuse sind ein häufig vorkommender Pflanzenschädling. Diese kleinen Plagegeister reisen nämlich mit dem Wind oder an Kleidung mit und können sich leicht auf der Monstera niederlassen. Wollläuse sehen eigentlich genau wie ein kleines weißes Wollflöckchen aus. Wenn du sie nicht rechtzeitig entfernst, können sie die Blätter angreifen und der Pflanze die Energie entziehen.
Entferne die Wollläuse deshalb schnell von deiner Pflanze! Das geht ganz einfach mit einer Sprühflasche und einem Tuch. Sollte das nicht helfen, kannst du die Wollläuse mit einem Wattestäbchen und etwas Spiritus betupfen.
Gelbe Blätter und braune Flecken bei der Monstera
Bekommt deine Monstera ein gelbes Blatt? Oder bekommt deine Monstera braune Flecken? Das kann ein Zeichen für zu viel Wasser sein. Es kann aber auch einfach ein altes Blatt sein. Das gehört zum Wachstumsprozess deiner Monstera dazu. Die Blätter können natürlich nicht ewig leben und ersetzen sich immer wieder von selbst.
Wenn du siehst, dass deine Monstera mehrere gelbe Blätter bekommt, könnte das mit dem Wasser zu tun haben. Bei zu viel Wasser zeigen Pflanzen das oft, indem sich die Blätter gelb verfärben. In diesem Fall solltest du deine Blumenerde im Auge behalten und eventuell etwas weniger gießen.
Blätter der Monstera rollen sich ein
Rollen sich die Blätter deiner Monstera ein? Dann kann das ein Zeichen für trockene Luft sein. Wir empfehlen in diesem Fall, eine Schale Wasser neben die Zimmerpflanze zu stellen. Achte auch darauf, dass die Pflanze nicht in der Nähe einer Heizung steht. Auch von dort kommt nämlich viel trockene Luft.
Neue Blätter der Monstera wachsen eingerollt und rollen sich von selbst auf, sobald sie groß genug sind.
Lass dich also nicht verunsichern, wenn ein neues Blatt ebenfalls eingerollt ist – das kann einfach ein neues Blatt sein.